/Hallo2.doc
Ihr alle wisst, dass Dinge sich sehr unterschiedlich verhalten, würde man ihnen menschliche Eigenschaften zuschreiben. Einige würden einem freundlich winken. Andere verschließen sich, wenn man auf sie zugeht, wie manche Muschel. Das kann frustrieren, wenn Dinge sich so verschließen. Schildkröten tun das auch. Da schaut man dann in so abgeschattete Öffnungen. Einfacher macht es das nicht. Manch andere Sachen sind so perforiert und verwachsen, dass man gar nicht mehr genau weiß mit was man es zu tun hat. Bei einer Koralle beispielsweise wird es knifflig, wenn man sie aus einer klärenden Umgebung herausnimmt. Aber die Dinge treten ja meistens ohnehin eher im Rudel oder im Themenbündel auf. Eine Freundin hat mir mal erzählt, dass sie wegen einer Colawerbung angefangen hat zu weinen. Sie hat das alles so durch sich durchgelassen, diesen eifrig kalkulierten Stapel an Bildern, die einen gefühlig machen wollen. Es gab in diesem Spot etliche Dinge, die sich locker zuarbeiten, ein Team bilden. Es gibt eine Familie und andere, euphorische Menschen, blitzeblanke Farben, eine ansprechende städtische Umgebung mit ein paar Spritzern Natur. Das Gesöff ist eigentlich wie immer nebensächlich und am Ende stimmt dann auch die Musik. Ihre Mutter meinte daraufhin, sie solle sich doch jetzt mal zusammenreißen. Man müsste jetzt nicht schon bei Werbung heulen. Warum nicht? Wieso seine Gefühle nicht auch in flache Gewässer streuen. Man meint immer Tränen wären für den Mariannengraben.